Volkskrankheit Diabetes

Diabetes mellitus (übersetzt: Honigsüßer Durchfluss) ist eine Stoffwechselerkrankung des Glucose- und Insulinwegs. Es gibt zwei Typen des Diabetes.

An Diabetes Erkrankte müssen sich durch Injektionen Insulin von außen zuführen

An Diabetes Erkrankte müssen sich durch Injektionen Insulin von außen zuführen

Der Diabetes Typ 1 wird auch juveniler Diabetes genannt und tritt schon im Kindesalter auf. Hierbei ist der Körper nicht mehr in Lage, Insulin zu produzieren. Dies kann zum einen daran liegen, dass der Pankreas, also die Bauchspeicheldrüse, nicht angelegt ist oder aber daran, dass der Körper Autoantikörper gegen den Pankreas bildet und diesen nach und nach zerstört, so dass alle Beta-Zellen, welche Insulin produzieren, zugrunde gehen. Diabetes Typ 1 ist immer insulinpflichtig. Meistens tragen die Betroffenen eine Insulinpumpe, die am Bauch angebracht ist und die regelmäßig am Tag eine bestimmte Menge Insulin in den Körper injiziert. Typ 1 Diabetiker werden nach dem sogenannten “Basis-Bolus-Prinzip” therapiert. Sie bekommen eine Basis-Dosis, die jeden Tag gleich ist und den Tagesbedarf abdeckt. Bei einem erhöhten Bedarf, z.B nach Genuss einer Sahnetorte, kann der Bolus injiziert werden, also eine zusätzliche Menge Insulin.

Der Diabetes Typ 2 wird auch Altersdiabetes genannt und ist eine Volkskrankheit. Beim Typ 2 kann zwar der Pankreas ausreichend Insulin produzieren, jedoch sind die Zellen gegenüber dem Insulin resistent und können das Hormon nicht aufnehmen. Ohne den Einfluss des Insulins aber können die Zellen die Glucose aus dem Blut nicht aufnehmen; der Blutzucker steigt. Gleichzeitig herrscht aber in den Zellen ein Glucosemangel. Der Körper versucht nun aus eigenen Vorräten diesen Mangel auszugleichen und entlässt Glucose-Moleküle in das Blut. Doch auch diese Glucose-Moleküle können ohne Hilfe des Insulins nicht aufgenommen werden. Das ganze ist ein Teufelskreis, aus dem der Betroffene ohne Medikation nicht mehr herauskommt. Aber auch der Typ 2 Diabetiker bekommt am Ende das gleiche Problem, wie der Typ 1 Diabetiker, nämlich, dass sein Pankreas zerstört wird und kein Insulin mehr produzieren kann. In diesem Fall muss auch der Typ 2 Diabetiker das Insulin exogen, also von außen, zuführen.

Der Blutzucker beim Diabetes steigt an, weil zu viel Glucose im Blut und zu wenig davon in den Zellen ist. Glucose ist ein Kohlenhydrat und wird mit vielen Lebensmitteln aufgenommen. Stark kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel sind z.B. Brot, Kartoffeln, Milch, Reis und Cola. Aber auch jegliche Art von Zucker, welche aus dem handelsüblichen Rohrzucker (Saccharose) besteht, lässt den Blutzucker steigen.
Aus diesem Grund muss der Diabetiker darauf achten, seinen Kohlenhydratkonsum, aber vor allem seinen Zuckerkonsum zu kontrollieren und gegebenfalls zu reduzieren. Dies heißt aber nicht, dass Diabetiker keinen Zucker mehr essen dürfen. Sie müssen jedoch darauf achten, dass sie nicht so viel wie ein gesunder Mensch essen können, ohne dadurch Beschwerden zu bekommen. Doch absoluter Verzicht auf Zucker ist genau so schädlich, da der Diabetiker dann unterzuckert wird und daran rasch versterben kann.

Eine gute Alternative zum Rohrzucker ist Sorbit. Sorbit ist ein Polymer der Glucose und schmeckt ebenfalls süß, wird aber nicht wie die Glucose verstoffwechselt. Für die Verstoffwechselung von Sorbit ist kein Insulin nötig, so dass ein Diabetiker ohne Bedenken Sorbit konsumieren kann.

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