Süßstoff

Da Zucker allgemein als Dickmacher gilt, haben sich die Süßstoffe inzwischen immer stärker durchgesetzt. Ebenso werden aber auch Bedenken immer lauter, diese könnten gesundheitsschädlich sein. Worum genau handelt es sich bei diesem Zuckerersatz aber und warum verwendet man ihn? Er ist zwar in zahlreichen Lebensmitteln enthalten, doch erkennt man ihn häufig als normaler Verbraucher nicht.

Gründe für Süßstoffe

Süßstoff hat meistens eine deutlich stärkere Süßkraft als normaler Haushaltszucker

Süßstoff hat meistens eine deutlich stärkere Süßkraft als normaler Haushaltszucker

Bei Süßstoff handelt es sich um synthetisch hergestellte bzw. zum Teil auch um natürliche Ersatzstoffe für Zucker. Diese haben in der Regel eine viel intensivere Süßkraft, weshalb man oft davon bedeutend weniger braucht als von Zucker. Der Zuckerersatz bringt häufig keine oder aber sehr geringe physiologische Brennwerte mit sich und bietet Karies verursachenden Bakterien zudem keine Nahrung. Dies alles klingt für die meisten sehr vielversprechend. Was kaum jemand weiß, ist, dass es Süßstoffe schon viel länger gibt, als gemeinhin angenommen. Schon 1885 kam Saccharin als ältester künstlicher Süßstoff auf den Markt. Da es aber eine zu große Konkurrenz für die Zuckerindustrie darstellte, wurde es kurzerhand auf Drängen eben dieser als apothekenpflichtig erklärt. Bis etwa um 1900 herum konnten Menschen Saccharin nur auf ärztliche Anordnung bekommen, was etwa bei Diabetikern der Fall war.

Debatten um den Süßmacher

Seitdem es Süßstoffe gibt, wird debattiert, ob diese gesundheitsschädlich sind oder unbedenklich zu sich genommen werden können. Bis heute ist diese Debatte noch nicht endültig geklärt. So gibt es zahlreiche Studien zu diesem Thema, die sich uneinig sind. Meist kommen sie aber zu dem Ergebnis, dass Süßstoffe unbedenklich sind und nur in zu hohen Mengen körperliche Beschwerden auslösen können. Sorbit beispielsweise ist ein häufig verwendeter Süßstoff, der sich in zahlreichen industriell hergestellten Lebensmitteln befindet. Hier wird er meist als E 420 kenntlich gemacht. Sorbit hat deutlich weniger Kalorien als der gewöhnliche Haushaltszucker und benötigt außerdem kein Insulin, um vom Stoffwechsel verarbeitet zu werden. Daher ist Sorbit gerade für Diabetiker gut geeignet. In zu hohen Mengen jedoch, d.h. wenn täglich mehr als 50g zu sich genommen werden, kann Sorbit zu Durchfall, Blähungen oder Bauchschmerzen führen. In der Regel sind Süßstoffe wie Sorbit jedoch bislang als unbedenklich eingestuft, weshalb sie wohl auch in Zukunft noch in unseren Lebensmitteln zu finden sein werden.

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